Hausgeräte

Das bisschen Haushalt macht sich von allein

Von Jost Burger · 2017

Frau steuert einen Fensterputzroboter in Aktion per Fernbedienung
In naher Zukunft werden Fensterputzroboter für freie Sicht sorgen.

So ein Haushalt macht Mühe. Die wenigsten Menschen finden allzu großes Vergnügen in der Hausarbeit. Und suchen sich Erleichterung, wo es nur geht. Zum Glück verwendet die Erfindergemeinde viel Energie darauf, uns das Leben als Hausmann respektive Hausfrau angenehmer zu gestalten – mittels einer stetig wachsenden Armada an Maschinen und Automaten.

Waschen, Kochen, Putzen, Aufräumen: Es war noch nie leicht, ein zivilisiertes Wesen zu sein, das gewisse Ansprüche an seine Umgebung hat. Schon in der Steinzeithöhle musste gefegt werden, und wer als erster Mensch auf die Idee kam, dafür ein paar Reiser zusammenzubinden, galt vermutlich als Held. Immerhin fast fünf Stunden verbringen die Deutschen heute im Schnitt jede Woche allein mit Putzen, dazu kommen weitere Tätigkeiten wie Wäschemachen oder Kochen. Da sind sie froh um jedes Gerät, das bei dieser Arbeit unterstützt.

Autonom auf Knöchelhöhe

Geschirrspül- und Waschmaschinen sind mittlerweile selbst in Studenten-WGs Standard. Seit einigen Jahren machen zudem immer wieder Saug-, Kehr- und Wischroboter von sich reden, die automatisch für Fusselfreiheit sorgen. Die Geräte kartieren die Wohnung und ersinnen dann den effektivsten Weg der Reinigung. Nach der Arbeit ziehen sie sich diskret auf die Ladestation zurück. Wer den Boden lieber von Hand wischt, kann auf Dampfbesen zurückgreifen, die dem Dreck mit heißem Dampf begegnen.

Die unbeliebtesten Aufgaben im Haushalt. Quelle: Forsa, 2015

Klare Sicht dank Robotern

Zu den größten Herausforderungen im Haushalt zählt die Sache mit den Fenstern. Schön, dass man durchschauen kann. Schlimm, dass sie geputzt werden müssen. Da gilt es abzuwägen zwischen Schlierenakzeptanz und der Mühe, ebendiese Schlieren wegzukriegen. Was wenige wissen: Das Problem ist gelöst! Es gibt sie, die Fensterputzroboter, die uns klare Sicht ohne mühsames Wischen und Polieren bescheren. So groß wie zwei Handteller wandern sie auf ihrem Unterdruckfuß über die Scheibe und machen alles schön sauber.

Noch schlimmer als Fensterputzen ist für viele Menschen das Zusammenlegen ihrer Kleidung. Deshalb arbeiten derzeit gleich mehrere Start-ups weltweit an der ultimativen Kleiderfaltmaschine. In Japan wurde vor kurzem der Prototyp einer Waschmaschine vorgestellt, die nach dem Waschen und Trocknen die Wäsche gleich faltet. Bis zur Marktreife soll es aber noch ein paar Jahre dauern.

Auch an dem ältesten aller Technikträumen arbeiten die Erfinder bereits: dem Universalhaushaltsroboter. Der geht in der Küche zur Hand, wischt Staub und hat alle Haushaltgeräte im Griff. Zukunftsmusik? Mitnichten, die Infrastruktur steht. In diesem Jahr will ein großer Hersteller aus Asien beginnen, all seine Haushaltsgeräte mit WLAN auszurüsten. Auf dass sie sich zivilisiert miteinander unterhalten, gesteuert vom dienstbaren Haushalts-Über-Roboter.

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