IOT-Plattformen

Junge Wilde und träge Alte

Von Folker Lück · 2016

 Hipster steht auf Stuhl, der nur auf den Hinterbeinen steht.

IoT-Technologien erfordern vielfach neue Software-Plattformen. Dabei steckt die Angebot und die Anbieterlandschaft zum Teil noch in den Kinderschuhen. Analysten raten dabei zu Aufgeschlossenheit gegenüber jungen Anbietern, da die etablierten IT-Konzerne wohl erst 2020 integrierte Plattformen vorstellen werden.

Für IT-Entscheider in Unternehmen ist das Thema Internet of Things derzeit alles andere als eine Bagatelle: Lösungsbedarf besteht in vielen Bereichen, aber Softwarespezialisten, Serviceprovider und Systemintegratoren sorgen derzeit für ein unübersichtliches Angebot, das Fehlentscheidungen geradezu provoziert.

In den kommenden vier bis fünf Jahren müssen die IT-Chefs deshalb mit einem Dschungel von Silo-Lösungen leben. Erst wenn etwa 2020 die bekannten Software-Elefanten integrierte IoT- und Enterprise-Plattformen auf den Markt bringen werden, dürfte hier Normalität einkehren. Viele CIO’s können jedoch nicht noch eine halbe Dakade abwarten, bis sie ihrem Unternehmen die für IoT benötigten Systeme bereitstellen.

IoT-Plattformen sollen Entwicklungsprozesse, die Vernetzung, Erfassung und Kontrolle von Informationen vereinfachen, damit die Anwender schneller auf sich wandelnde Kundenanforderungen reagieren können. Unter dem Strich erhoffen sich die Entscheider eine bessere Kontrolle von Business- und Kundenprozessen sowie integrierte, operative Daten.

Die Herausforderung, die neuen IoT-Prozesse in die vorhandenen digitalen Abläufe zu integrieren besteht darin, IT-Sicherheit, Daten- und Software-Integration und Business Analytics gleichermaßen im Blick zu behalten. Konkret geht es dementsprechend darum, die Verbindung von Geräten über (bisherige) Netzwerkgrenzen hinweg zu realisieren, eingebettete IoT-Geräte vor Angriffen zu wappnen und Sensoren sowie andere Geräte zur Erfassung und Überwachung von Abläufen zu integrieren. Darüber hinaus gilt es, massive Datenmengen zu verarbeiten und zu analysieren. Am Ende steht schließlich der Aufbau von neuer Prozess-Software und deren Integration in bestehende Anwendungen.

Sorgfältig geplant ist halb gewonnen

Fünf zentrale Leistungsmerkmale sollten aktuelle IoT- Plattformen abdecken: Konnektivität, Sicherheit, ein mit „Bordmitteln“ zu bewältigender Betriebsaufwand und zeitgemäße Analysefunktionen. Die Lösung muss darüber hinaus eine Applikations- und Datenintegrationsplattform für IoT schaffen und Schnittstellen zu gängigen Enterprise-Anwendungen bereitstellen.

Analysten raten angesichts dieser Komplexität zu einer sorgfältigen Planung der Evolution solcher Systeme. Kurzfristig kann es ratsam sein, die Stärken und Vorzüge spezialisierter IoT-Plattformen vorzuziehen; gleichzeitig gilt es aber, die Fortschritte der Enterprise-Anbieter bei Anwendungsentwicklung, Integration und Analytics im Blickfeld zu behalten. 

Prognose zur Umsatzverteilung in der ITK-Branche in Deutschland für das Jahr 2016. Quelle: Bitkom; EITO; IDC; GfK, 2016

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