M2M-Kommunikation

Reibungslose Kommunikation

Von Folker Lück · 2016

Der automatisierte Informationsaustausch zwischen Maschinen nimmt kontinuierlich zu. Die Kommunikation einzelner Komponenten dient zumeist der Fernüberwachung, -kontrolle und -wartung von Maschinen, Anlagen und Systemen. Informations- und Kommunikationstechnik greifen bei der M2M-Technologie ineinander.

 Drei historische Telefone hängen nebeneinander an einer Wand.

Aus den kürzlich vorgestellten Zahlen des Jahresberichts 2015 der Bundesnetzagentur geht hervor, dass in Deutschland aktuell 113,8 Millionen SIM-Karten im Einsatz sind. Anders gesagt: Bezogen auf die gesamte Einwohnerzahl der Bundesrepublik besteht derzeit eine 139-prozentige Marktsättigung. Rund 6,6 Millionen dieser Modulkarten zur Nutzeridentifikation dienen dabei zur Kommunikation zwischen Maschinen (M2M). Das mag bescheiden anmuten, doch der Zuwachs lag alleine im vergangenen Jahr bei mehr als 15 Prozent.

Der automatisierte Informationsaustausch zwischen Endgeräten wie Maschinen, Automaten, Fahrzeugen oder Containern untereinander oder mit einer zentralen Leitstelle erfolgt dabei zunehmend unter Nutzung des Internets, als Zugangsnetz dient häufig das Mobilfunknetz. Ein bereits klassischer Anwendungsbereich ist beispielhaft ein Getränkeautomat: Durch das Zusammenspiel verschiedener Sensoren und M2M-Kommunikation wird hier der Automatenbetreiber quasi in Echtzeit darüber informiert, wenn der Füllstand einer Brause unter ein vorab definiertes Limit fällt oder beispielsweise die Temperatur der Gerätschaft aufgrund eines Kühldefektes bedrohlich ansteigt.

Auch andere Bereiche nutzen längst M2M: 2015 stieg etwa die Nutzung von M2M-Kommunikation im Einzelhandel um 88 Prozent. Mit Hilfe von M2M-Technologie können Händler ihren Kunden ein personalisiertes Einkaufserlebnis bieten, digitale Bezahlmethoden attraktiver machen und mittels digitaler, dynamischer Preis- und Produktschildern die Kunden gezielter ansprechen. Auch in anderen Bereichen wird die M2M-Nutzung zunehmen: Dazu gehören unter anderem Smart Metering und Energiedatenmanagement, sowie im Gesundheitsbereich etwa bei der Betreuung chronisch Kranker aus der Ferne.

M2M-Kommunikation: Leistungsschub durch 5G

Bei den künftigen, autonomen Kraftfahrzeugen auf die Spitze getrieben. Damit künftig keinerlei manuelles Steuern seitens des Fahrers nötig ist, werden nicht nur Komponenten innerhalb der Fahrzeuge miteinander kommunizieren. Zusätzlich erfolgt zur genauen Ortung, Navigation und der Identifikation von Hindernissen die M2M-Kommunikation zwischen Straßeninfrastruktur und Fahrzeug wie auch von Fahrzeug zu Fahrzeug. Bevor wir uns jedoch in den kommenden acht bis 15 Jahren bequem hinter dem Steuer zurücklehnen können oder gar in ein vollautomatisiertes Connected Car einsteigen werden, müssen unsere Mobilfunknetze noch leistungsfähiger werden.

Die Mobilfunknetze der fünften Generation (5G) werden mit ihrem Start ab 2019/2020 erheblich engmaschiger und leistungsfähiger sein als heute. Seriöse Aussagen zu künftigen Geschwindigkeiten sind heute zwar noch nicht machbar, aber als sicher gilt, dass wir künftig Gigabit-Bandbreiten und Latenzzeiten von nur einer Millisekunde oder sogar darunter nutzen können. Das bedeutet: Echtzeit-Kommunikation!

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