Sicherheit zu Hause

Schutz vor Einbrechern, Feuer und Wasser

Von Hartmut Schumacher · 2017

Lösungen für Smart Living machen unser Zuhause nicht nur komfortabler und energieeffizienter, sondern sorgen auch für mehr Sicherheit. Ob im Urlaub oder im Alltag: Dank intelligenter Sensoren müssen wir uns wegen Einbrechern und Wasserschäden nicht mehr so viele Sorgen machen. Klassische Schutzmethoden gegen Einbrüche dürfen dabei allerdings nicht in Vergessenheit geraten.

Einbrecher mit Brecheisen am Fenster

Über 150.000 Mal pro Jahr wird in deutsche Wohnungen eingebrochen, zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik. Das ist rein rechnerisch ein Einbruch alle drei Minuten. Und die Aufklärungsquote liegt bei lediglich etwa 17 Prozent. Kein Wunder also, dass höhere Sicherheit der wichtigste Grund ist, aus dem sich Verbraucher intelligente Lösungen zulegen und ihr Zuhause nach und nach in ein Smart Home verwandeln. Bei solchen Systemen überwachen unter anderem Kameras, Bewegungsmelder und Fenstersensoren das Zuhause. Reine Alarmanlagen gab es natürlich schon vor der Ära des Smart Home. Doch die Anlagen werden immer vernetzter und intelligenter. Die Vorteile der smarten Lösungen: Die Benutzer können jederzeit bequem aus der Ferne über das Internet, per Smartphone, Tablet oder Notebook die Informationen der Alarmanlage abrufen oder ihre Einstellungen verändern.

Sicherheit zu Hause: Mechanischer Einbruchsschutz bleibt elementar

Außerdem sind die vernetzten Geräte in der Lage, die Anwesenheit der Bewohner vorzutäuschen, um Einbrecher abzuschrecken. Die smarten Lösungen steuern automatisch unter anderem Lampen, Fernsehgeräte und Rollläden.

Auf smarte Alarm- und Überwachungssysteme alleine sollten sich Verbraucher jedoch nicht verlassen: „Mechanischer Einbruchsschutz bleibt elementar“, warnt Ralf Jäger, bis Juni 2017 Innenminister in Nordrhein-Westfalen. „Denn ohne die entsprechenden baulichen Vorrichtungen bringen elektronische Systeme rein gar nichts.“ Wichtig sind also auch einbruchhemmende Produkte. Dazu gehören beispielsweise Türbeschläge, Gitter, widerstandsfähige Fensterscheiben und abschließbare Fenstergriffe. Bei den meisten Einbrechern handelt es sich um Gelegenheitstäter, die in der Regel aufgeben, wenn sich ein Fenster oder eine Tür nicht innerhalb von zehn Sekunden öffnen lässt oder wenn widerstandsfähige Tür- und Fensterbeschläge dafür sorgen, dass das Einbrechen nicht ohne Lärm möglich ist.

Sicherheit Ihres Zuhauses. Quelle: GDV 2017

Warnung vor Feuer und Wasser

Aber nicht nur vor Einbrechern kann die smarte Technologie schützen. Auch Rauch- und Wassermelder lassen sich in diese Systeme einbinden: Vernetzte Rauchmelder geben genaue Informationen darüber, in welchem Raum eine Brandgefahr besteht. Wassermelder, im Badezimmer und in der Küche installiert, schicken im Falle eines Falles beispielsweise eine Nachricht auf die Smartphones der Bewohner. Diese können dann schnell reagieren, bevor ein größerer Wasserschaden entsteht.

Emotionale Schäden durch Einbrüche

Schwerwiegender als die materiellen Schäden durch einen Einbruch sind häufig die psychischen Folgen. Auskunft darüber gibt die Studie „Wohnungseinbruch: Tat und Folgen“, die das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft durchgeführt hat. Demzufolge fühlen sich 75,3 Prozent der Einbruchsopfer in ihrer Wohnung oder ihrem Haus unsicher. 24,5 Prozent aller Betroffenen möchten nach einem Einbruch sogar umziehen. Nicht jedem jedoch ist dies finanziell möglich. Und so ziehen „lediglich“ 9,7 Prozent nach einem solchen Vorfall tatsächlich um.

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