Smart Living

Komfort hat Vorfahrt

Von Jürgen Ackermann · 2019

Licht, Heizung, Lüftung – viele Geräte lassen sich aus der Ferne steuern. Möglich wird das durch die digitale Vernetzung der verschiedenen Smart-Home-Komponenten. Doch die können noch viel mehr: Sie machen das eigenen Zuhause nicht nur smart, sondern auch sicherer.

Grafische Vernetzung des Smartphones mit Haushaltsgeräten. Thema: Smart Living
Das Smart Home lässt sich bequem aus der App steuern. Foto: iStock / metamorworks

Im Winter springt die Heizung zur Feierabendzeit automatisch an, im Sommer schließen Rollläden bei direkter Sonneneinstrahlung und sperren so die Hitze aus – das intelligente Haus, auch Smart Home genannt, übernimmt zahlreiche standardisierte Aufgaben für seine Bewohner. Das Konzept dahinter ist denkbar einfach: Haushaltsgeräte und -einrichtungen wie Kühlschränke, Fenster, Rollläden, Heizungen oder Türen sind miteinander vernetzt. Herzstück ist ein digitales Datennetz, über das die technischen Komponenten kommunizieren können. Dafür benötigen die vernetzten Geräte eine Kommunikationsschnittstelle, um Informationen – Steuerbefehle oder sensorisch erfasste Reize – etwa über WLAN, Mobilfunk, Bluetooth oder per Datenleitung empfangen und weiterleiten zu können. Über eine Bedienzentrale wie PC, Tablet oder Smartphone können Nutzer die Haustechnik dann mittels entsprechender Software programmieren, automatisieren und flexibel fernsteuern.

Sicher zu Hause mit Smart Living

Es sind die Felder Sicherheit, Energie und Komfort, in denen Smart-Home-Lösungen am gebräuchlichsten sind. Beim Element Sicherheit informieren zum Beispiel Sensoren für Türen und Fenster darüber, wenn diese während der Abwesenheit der Bewohner geöffnet wurden. Außerdem ertönt ein Alarm, um Einbrecher abzuschrecken. Eine Benachrichtigung erfolgt zudem per E-Mail oder SMS. Bewegungsmelder erfassen auch das Eindringen Unbefugter und leiten die Information umgehend an den Systemnutzer weiter. Während herkömmliche Rauchmelder nur einen akustischen Alarm auslösen, aktivieren Rauchmelder im Smart Home gleich mehrere Sicherungssysteme: akustische und optische, mit SMS-Nachricht und E-Mail. Echte Einsparpotenziale birgt die Automatisierung der Heizungssteuerung. Kernbestandteil der automatisierten Wärmeregulierung sind intelligente Heizkörperthermostate. Sie sind mit gängigen Heizkörpersystemen kompatibel und können rasch installiert werden. Vernetzte Thermostate verbinden die Funktionen herkömmlicher Ausführungen mit neuen Möglichkeiten. So können Minimal- und Maximalwerte für die Raumtemperatur programmiert und festgelegt werden, wann genau die Heizung angehen soll. Alles natürlich steuerbar über eine App.

Quelle: Deloitte, 2018

Strom aus der App

Keine Frage, dass eine smarte Steuerung der Elektronikgeräte und Beleuchtung im Haushalt den Alltag einfacher gestalten kann. Dabei ist die smarte Steckdose das wichtigste Element bei der Steuerung von netzbetriebenen Elektronikgeräten. Sie wird einfach mit einer herkömmlichen Schuko-Dose verbunden. Geräte, die nun an der smarten Dose angeschlossen sind, können automatisiert und ferngesteuert an- und ausgeschaltet werden. Die Verbindung zu einer Smart-Steckdose bietet außerdem detaillierte Informationen zum Stromverbrauch. Eine wichtige Rolle spielen Smart-Home-Produkte bei der Beleuchtung. Die Kombination aus flexibel programmierbaren Zeitschaltern und Bewegungsmeldern lässt die Lampen brennen, wenn es gewünscht ist. Via App lässt sich zudem das Licht jederzeit bequem ein- und ausschalten beziehungsweise dimmen.

Wussten Sie schon, dass …

… jeder vierte Deutsche mindestens eine Smart-Home-Anwendung im Haushalt installiert hat?

Das ergab eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom im vergangenen Jahr. Demnach seien vor allem intelligente Beleuchtungssysteme (17 Prozent), Video-Überwachung (14 Prozent) sowie Sprachassistenten (13 Prozent) verbreitet. 37 Prozent der Befragten planen zudem, innerhalb dieses Jahres ein weiteres Smart-Home-Gerät zu installieren. Im Fokus standen dabei über das Internet gesteuerte Heizungsthermostate (29 Prozent). Smarte Staubsauger (15 Prozent) und Gartengeräte (12 Prozent) liegen noch vor Sprachassistenten (10 Prozent). 70 Prozent der Befragten kannten den Begriff Smart Home übrigens auch und konnten erklären, was damit gemeint ist.  

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