Vernetzte Haushaltsgeräte

Mit Sicherheit und Usability punkten

Von Nadine Effert · 2018

Detailansicht: Bedienungselemente im Smart Home

Der Smart-Living-Markt ist eine große Spielwiese, auf der sich nicht nur die großen Hersteller tummeln, sondern auch immer mehr Start-ups austoben – mit cleveren Ideen von morgen. Schließlich schlummert noch viel Potenzial im Markt. Die Nase vorn haben wird, wem es gelingt, vor allem die vorherrschenden Bedenken bei Verbrauchern gegenüber smarten Lösungen abzubauen. Doch welche sind das?

Man nehme eine Drohne, lenke sie in Richtung eines Hauses, das mit smarten Lampen ausgestattet ist, und schon ist man in der Lage, aus der Ferne dem Nachbarn das Licht auszuknipsen. Klingt erfunden? Ist es nicht, wie Forscher des Weizmann Institute of Science in Israel und der Dalhousie University im kanadischen Halifax im Jahr 2016 durch die Fernsteuerung von vernetzten Hue-Lampen nachweisen konnten. Auch Kriminelle kennen das Einfallstor, auf dem „Smart vernetzte Geräte“ steht. So sorgen Meldungen über Hacker-Angriffe etwa auf Babyphones mit Kamera oder vernetzte Haushaltsgeräte bei Verbrauchern für Unsicherheit. Kein Wunder, dass Sicherheitsbedenken auf der Rangliste der Smart-Living-Skeptiker weit oben stehen. 

Vernetzte Haushaltsgeräte: Daten müssen sicher sein

Zu diesem Ergebnis kommt auch der aktuelle Deloitte Smart Home Consumer Survey: Für ein Drittel der befragten Personen sind Datenschutz und die Sicherheit der übermittelten Informationen der Grund, einen Bogen um Smart-Living-Anwendungen zu machen. Für 38 Prozent ist hingegen der Preis ausschlaggebend, wobei die Zahl der Nennungen um sechs Prozentpunkte gegenüber 2015 gesunken ist. 22 Prozent finden die Technologie noch zu wenig ausgereift, für 15 Prozent ist die Installation zu kompliziert: eine Zunahme um drei Prozentpunkte. Gestiegen ist ebenfalls die Befürchtung einer zu komplexen Bedienung.

Markthemmnisse aus dem Weg räumen

Was den Anbietern in die Hände spielt, ist die Tatsache, dass die deutschen Konsumenten durchaus neugierig sind: „Insgesamt steigen Akzeptanz und Interesse, wenn auch im Hinblick auf sensible Bereiche wie etwa Türschlösser noch Vorbehalte existieren. Der Kenntnisstand ist bei nahezu allen Altersgruppen deutlich gestiegen“, resümiert Dr. Gunther Wagner, Director Technology bei Deloitte. Die „Smarten“ der Branche überzeugen nicht nur mit einer innovativen vernetzten Lösung, indem sie die Erwartungen und Wünsche der Kunden identifizieren. Sie verstehen es auch, Datensicherheit – das betrifft sowohl den Datenschutz als auch die IT-Sicherheit in Bezug auf den Schutz vor Hacker-Angriffen – zu gewährleisten sowie einen funktionierenden Daten- und Informationsaustausch zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller zu ermöglichen. Ebenso wichtig: die Usability, sprich die Nutzerfreundlichkeit von Geräten und Anwendungen. Für die Hersteller selbst geht es um die Erschließung eines zukunftsträchtigen Marktes – die nur dann gelingt, wenn die Technik von Verbrauchern akzeptiert wird.

Quelle: Statista, 2018

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